Montag, 26.06.2017
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Vorurteile über Linux

Allgemein
In diesem Kapitel soll mit den immer wieder gehörten Vorurteile gegen Linux im professionellen Einsatz aufgeräumt werden. Folgende Vorurteile werden versucht aus der Welt zu schaffen:
  • Kein richtiger oder schlechter Support
  • Hackerstatus (alles ist Beta!!)
  • Sicherheitsrisiko wegen OpenSource
  • Keine guten und professionellen Softwarelösungen (Office etc.)

Kein richtiger und schlechter Support
Dies ist einer der meist genannten Vorurteile gegenüber dem professionellen Einsatz von Linux in Unternehmen. Dieser Vorwurf ist einfach zu wiederlegen. Linux gewann vor noch nicht langer Zeit einen Award für das best dokumentierte Betriebsystem überhaupt. Die Informationsmöglichkeiten sind enorm. Ob per Distributor oder IRC, Mailinglisten, Foren oder Newsgroups eine Supportleistung ist garantiert und zwar ohne teuren Supportvertrag, der bei den meisten kommerziellen Betriebssystemen notwendig wird. Natürlich ist es auch möglich komerziellen, professionellen Support heranzuziehen. Die Firma Innominate bietet auf http://linux-biz.de/ eine Liste von Firmen, die kommerziellen Support bieten, an. Neuerdings gibt es jetzt auch Linux Trainig Videos. Die Firma KeyStone Learning Systems bietet fünf neue Linux Training Videos an. Diese handeln von der Installation, grundlegende Administration, KDE, Netzwerk und fortgeschrittene Administration. Die Videos sind zwischen ca. 40 Min. und ca 2 Std. lang. Weitere Informationen und Inhalte gibt es hier.

Hacker- und Bastlerstatus
Linux entwickelt sich schnell. Bei der Masse an Entwicklern, die am Linux-Projekt beteiligt sind, ist das Interval bei Neuerscheinungen relativ kurz. Aber: man ist keinesfalls gezwungen, jeden kleinen Schritt mitzumachen. Innerhalb der Kernelentwicklung gibt es zwei verschiedene Hauptlinien, den stabilen und den Entwicklerkernel. Beim stabilen Systemkern bestehen die eventuellen Änderungen hauptsächlich aus dem Eliminieren von Sicherheitslöchern oder anderen Fehlern. Neue Funktionalitäten, Treiber und grundlegende Veränderungen werden ausschließlich im Entwicklerkernel durchgeführt. Dieser durchläuft eine langwierige und intensive Testphase ("kernel freeze"), bis er zum nächsten stabilen Kernel wird. Dem Benutzer steht also frei, ob er ein stabiles System verwenden oder die neuesten Funktionen und Treiber ausreizen will. Ein Vorteil ist, dass man ohne grossen Aufwand sein System täglich auf dem neusten Stand halten kann. Die neusten Programmversionen werden sofort vom Distributor auf den distributoreneigenen FTP Server geladen und mit einer Taskanweisung kann beispielsweise jeden Morgen die neusten Programmversionen vom Server geladen und direkt automatisch installiert werden. So verfügt man immmer automatisch über die neusten Bugfixes und Feautres jedes unterstüzten Programmes.

Sicherheitsrisiko wegen OpenSource
Diese Behauptung kann ruhig wiederlegt werden. Im Gegenteil, durch das OpenSource Konzept hat jeder Zugriff auf den Source der Programme die er verwendet und kann sofort und ohne weiteren Probleme selber entdeckte Sicherheitslöcher flicken. Wer die Security-Mailinglisten verfolgt, stellt schnell fest, daß zu einem festgestellten Fehler zumeist innerhalb von Stunden eine Fehlerlösung und ein Patch zur entsprechenden Lücke bekanntgegeben werden. Zum Beispiel für berühmten Pentiumfehler war inerhalb von 24 Stunden ein Bugfix für den Linux Kernel bereit zum downloaden.

Keine guten und professionellen Softwarelösungen
Es gibt bis jetzt noch kein Lotus Domino oder Microsoft Backoffice Produkte für Linux. Diese Firmen sehen in Linux einfach noch keinen Markt bzw. haben kein Interesse daran, für ein freies Beriebssystem Produkte herauszugeben. Hier ist noch einiges an Überzeugungsarbeit gegenüber den Herstellern zu leisten, obwohl Linux oftmals schon erfolgreich in ebendiesen Unternehmen eingesetzt wird, und sei es nur als Web Server. So bieten viele Firmen schon ihre Produkte für Linux an, bzw. haben erfolgreiche Testläufe hinter sich, bieten jedoch keinen kommerziellen Support für ihr Produkt auf Linux an. So entscheiden sich viele Kunden für den Einsatz von Windows NT anstatt für Linux, obwohl letzteres geringere Kosten, eine höhere Betriebsstabilität und Flexibilität gebracht hätte. Gerade im Severbereich bietet Linux eine Vielzahl von guten und professionellen Softwarelösungen an. Die Kombination aus Linux, Apache, MySQL, PHP (sogenante LAMP Rechner) bieten ein sehr gutes und leistungsstarkes Packet an für den Einsatz als Internet und Intranet Server an. Auch als File Server mit der Samba Software leistet das Linux Betriebsystem gute Leistungen. Auch in Sachen Workplace bietet Linux bereits einiges. Durch die beiden Desktopsysteme KDE und GNOME oder auch CDE und Motif (kommerzielle Lösungen) wurde das Arbeiten für den Anwender um einiges erleichter. Die Umstellung von Windows auf KDE ist nicht mehr so gross. Auf der Basis der Office Suiten ist ebenfalls ganze Arbeit geleistet worden. Die gratis OfficeSuiten StarOffice WordPerfekt (nicht zuvergessen ist Koffice, das aber noch in Entwicklung steht) mit einem MicrosoftOffice-Funktionsumfang und der kommerzielle Kollege Applixware vertreten diese Softwaregruppe hervorragend.


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